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BARC-News

 



SAP und Oracle marktführend bei Business-Intelligence-Software
03. Nov 2011
Alter: 195 Tage

2010 erzielen Anbieter von Business-Intelligence-Software in Deutschland einen Gesamtumsatz von 942 Millionen Euro bei neun Prozent Marktwachstum. SAP führt den Markt für BI-Anwenderwerkzeuge und Oracle den Markt für Datenmanagementkomponenten an.

Das Business Application Research Center (BARC) hat den Business-Intelligence(BI)-Softwaremarkt in Deutschland für 2010 detailliert analysiert. Dafür wurden 251 Anbieter von BI-Anwenderwerkzeugen und Datenmanagementkomponenten betrachtet. Demnach erwirtschafteten die Anbieter 2010 in Deutschland Lizenz- und Wartungsumsätze von insgesamt 942 Millionen Euro mit BI-Software. Das Marktwachstum liegt bei neun Prozent im Vergleich zu 2009.

Im Bereich Business-Intelligence-Anwenderwerkzeuge (Software für Berichtswesen, Analyse und Planung) liegt SAP mit einem Umsatz von 125 Mio. Euro vorne, während Oracle im Markt für Datenmanagementkomponenten (Datenbanken, Datenintegration, Datenqualitätsmanagement) mit 94 Mio. Euro Umsatz die Spitzenposition einnimmt.


SAP führt den BI-Gesamtmarkt 2010 mit 158 Mio. Euro Umsatz vor Oracle und IBM an (siehe Abbildung 1). Die Top-5-Anbieter – Softwaregeneralisten SAP, Oracle, IBM und Microsoft sowie BI-Spezialist SAS – vereinen 62,5 Prozent Anteil des Gesamtmarkt auf sich. Damit nimmt die Umsatzkonzentration auf wenige Anbieter weiter zu (im Vorjahr 61 Prozent), allerdings langsamer als zuvor (2008: 57%). Der Markt ist aber weiterhin sehr dynamisch mit 54 Anbietern, die einen Umsatz von einer Million Euro oder mehr erzielen (2009: 52 Anbieter) und vielen Neueinsteigern.

Dr. Carsten Bange, Geschäftsführer von BARC meint zu den Ergebnissen: „Der Markt für Business-Intelligence-Software präsentiert sich weiterhin sehr gesund. Für 2011 erwarten wir ein Marktwachstum von zehn bis 15 Prozent, sodass 2011 zum ersten Mal mehr als eine Milliarde Euro mit Business-Intelligence-Software umgesetzt wird. Besonders im Frontend-Bereich wurden viele Projekte angestoßen, Investitionen in die Backend-Infrastruktur sind noch etwas verhaltener.“

Die komplette BARC Research Note „Business-Intelligence-Softwaremarkt 2010“ mit Detailanalysen der Softwareumsätze der 54 führenden BI-Softwareanbieter, Aufteilung der Umsätze nach Segmenten (Fronten/Backend) sowie Markttrends, Aufsteigern und weiteren Informationen ist unter barc.de/marktzahlen erhältlich.

Methodik der Marktzahlenerhebung
Die Ergebnisse der Studie basieren zum Großteil auf einer Befragung aller BARC bekannten Software-Anbieter für Business-Intelligence (BI) in Deutschland zwischen März und Juli 2011. Ableitend aus den Ergebnissen der Datenerhebung wurden quantitative und qualitative Aussagen zum Markt getroffen. Die Umsatzwerte der Unternehmen basieren sowohl auf freiwilligen Selbstauskünften der Softwarehersteller, öffentlich verfügbaren Informationen, aber auch individuellen Marktrecherchen durch BARC-Analysten sowie Methoden der Zeitreihenanalyse. Teilweise beruhen die Werte auf Schätzungen durch BARC.

BARC definiert den BI-Softwareumsatz als Summe aus verkauften Lizenzen und Wartungs- oder Mietgebühren aus BI-Werkzeugen, BI-Anwendungen und Datenmanagementkomponenten für Business-Intelligence-Systeme in Deutschland. So können auch Mietmodelle oder die Bereitstellung durch einen Dienstleister (Application Service Providing oder Software as a Service) erfasst werden.

BARC erhebt die Business-Intelligence-Softwareumsätze aus Lizenzverkauf und Wartungseinnahmen in den Bereichen „BI-Anwenderwerkzeuge“ (Berichts-, Analyse-, Data-Mining-, Planungs-, Konsolidierungs- und OLAP-Lösungen inklusive multidimensionaler Datenbanken) sowie „BI-Datenmanagement“ (Lösungen für Datenintegration, Datenqualitätsmanagement, Stammdatenmanagement und relationaler oder spezieller analytischer Datenbanken in Business-Intelligence-Systemen). „BI-Gesamtmarkt“ ist die Summe der Umsätze in den Segmenten „BI-Anwenderwerkzeugen“ und „BI-Datenmanagement“.

Bei einigen Anbietern wurden genauere Werte bekannt, so dass sich zu den im Jahr 2010 publizierten Marktzahlen Korrekturen ergeben. Diese finden in den Tabellen der aktuellen Marktzahlenerhebung Berücksichtigung. Insbesondere wurde bei einigen großen Anbietern eine genauere Methode der Schätzung der Wartungsumsätze angewendet.






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