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Der Benchmark einer Data-Warehouse-Anwendung, wie zum Beispiel SAP BW / SAP NetWeaver 2004s BI, erfordert eine Benchmarking-Methode, die an die spezifischen Systemeigenschaften angepasst ist. Viele konventionelle Benchmarks scheitern an diesem Punkt.
Wesentliche Gründe für unseren speziellen Benchmark-Ansatz sind:
- SAP BW ist nicht einfach ein weiteres ERP-Modul, sondern ein zusätzliches System mit eigener Hardware und Support-Infrastruktur
- In analytischen Systemen wie SAP BW gibt es andere Kostentreiber als in operativen Systemen
- Die Struktur des Personalaufwands unterscheidet sich von ERP-Systemen
- Die Objektwartung ist teilweise ortsgebunden (z.B. Abfragen). Die Entwicklungs- und Wartungskosten werden somit auf mehrere Posten verteilt
- Dispositive Systeme besitzen lebendige Datenmodelle. Die Anpassungszyklen sind schneller und für Wartungsaufgaben wird fachliches Wissen benötigt
- Sowohl der Support-Ansatz als auch das Problemmanagement sind speziell. ERP ist eher passiv (Calls, Tickets), BW ist aktiv (Monitoring, load processes)
- User Konzept (Administrator, Key-User, End-User)

Der BIW-Benchmark beinhaltet standardisierte Methoden um diesen spezifischen Eigenschaften zu begegnen. Die Sammlung der benötigten Daten wird durch zwei verschiedene Methoden durchgeführt:
Die Messung der Systemgröße sowie der Komplexität wird unter Nutzung der RBE PlusTM-Technologie automatisch durchgeführt. Sie liefert Daten über die Anzahl relevanter BW Objekte (InfoProviders, InfoSources, Source Systems, Planning Objects, etc.), sowie über die Nutzung des BW-Systems (Request Logs, Reporting Agent Logs, genutzte Produktfunktionen, etc.).
Die Betriebskosten des SAP BW-Systems werden im Rahmen eines Fragebogens ermittelt. Der Fragebogen beruht auf der IT Infrastructure Library (ITIL), und garantiert somit eine standardisierte und allgemein akzeptierte Klassifizierung von SAP BW-spezifischen Kostenpunkten.